Qualitätsmanagement

Qualifikation des Personals

Auf der Leitungsebene organisiert und begleitet bei FaRO ein Team von Fachleuten die Einsätze aller Familienhelferinnen. Es setzt sich aus Sozialarbeiterinnen B.A., Diplom Sozialpädagogen, einer Diplom-Pädagogin, einem Psychologen B. Sc. und einer Diplom-Heilpädagogin zusammen.
Zudem verfügt FaRO über zwei insoweit erfahrene Fachkräfte im Rahmen des § 8a Abs. 2 SGB VIII und desweiteren über systemische Beraterinnen / Therapeutin.
Desweiteren wird die Arbeit durch ein qualifiziertes Team für die Bereiche QM, PM, Abrechnungswesen, kontinuierliche Datenpflege, Archivierung komplettiert.

Das Leitungsteam stellt das ambulante Team zusammen. Die Einsatzleiter sind für die Familien, für die Mitarbeiter des Jugendamtes und für die Familienhelferinnen ständige Ansprechpartner. Sie leiten die regelmäßigen Dienstbesprechungen und die kollegialen Beratungen. Bei notwendigen Kriseninterventionen begleiten sie die Familienhelferinnen, nach Absprache mit dem Jugendamt, zusätzlich in die Familien.

Die Familienhelferinnen sind überwiegend ausgebildete Erzieherinnen und zum Teil Sozialpädagoginnen. Die anderen kommen aus ähnlichen Berufsfeldern und bringen aus ihrer Berufspraxis die geforderten Qualifikationen mit. Die formelle Qualifikation als Erzieherin oder als Sozialpädagogin kann für die Arbeit in der Familie hilfreich sein, ist dafür aber keine Bedingung. Durch die Arbeits- und vor allem Lebenserfahrung verfügen diese Familienhelferinnen über eine hohe Sozialkompetenz und erfahren als adäquate Ansprechpartnerinnen bei den Eltern meistens eine große Akzeptanz.

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Qualitätsmanagement

24-Stunden-Rufbereitschaft

Auch außerhalb der Dienstzeiten ist bei FaRO die Erreichbarkeit über eine 24Stunden-Rufbereitschaft - 7 Tage in der Woche - sichergestellt, so dass Familien oder Mitarbeiter des ASD in Notfällen eine Ansprechpartnerin erreichen. Im Rahmen dieser Rufbereitschaft bemüht FaRO sich um eine direkte Klärung des bestehenden Problems.

Begleitung, Beratung und Weiterbildung des Personals

Die Familienhelferinnen erhalten bei ihrer alltäglichen Arbeit je nach Bedarf eine enge oder weniger enge Begleitung. Dadurch wird der ständige Reflexionsprozess des eigenen Handelns aufrechterhalten und die professionelle Handlungsfähigkeit der Mitarbeiterin dauerhaft gefördert.

Das hohe Niveau der Arbeitsqualität wird bei FaRO zudem durch regelmäßige Supervisionen gefördert. Ein Supervisor bietet den FaRO-Mitarbeiterinnen Beratung und Begleitung an, um so eine selbstreflektierende und professionelle Herangehensweise an alle Aufgabenstellungen langfristig zu gewährleisten.

Dokumentation und Transparenz der Arbeit

Grundsätzlich hat immer ein direkter Informationsfluss durch alle FaRO-Mitarbeiterinnen innerhalb des Unternehmens eine hohe Priorität, um damit eine sofortige Handlungsfähigkeit im Bedarfsfall zu erleichtern.

Zielgruppe

Eltern geraten aus völlig unterschiedlichen Gründen an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit. Sie sind in dieser Situation oft nicht in der Lage, ohne Hilfe die wesentlichen und traditionell gewachsenen Funktionen der Familie zu vermitteln. Den Kindern dieser Familien mangelt es an emotionaler Nähe und Beziehung, an der Gewährung gegenseitigen Schutzes und Unterstützung, an der Vermittlung von Normen, Werten und gesellschaftlichen Routinen. Zudem werden sie unter diesen Bedingungen nicht auf die soziale Selbständigkeit vorbereitet.

Die Familiensituation in einer von FaRO betreuten Familie ist in der Regel durch folgende soziale Faktoren belastet:

• Langzeitarbeitslosigkeit und Überschuldung
• Trennung/Scheidung und Alleinerziehung der Kinder
• marode Wohnverhältnisse und ein problematisches Wohnumfeld
• interkulturelle Konflikte

Neben diesen übergeordneten sozialen Problemlagen tritt in solchen Familien zusätzlich eine Kombination von mehreren der nachfolgend aufgeführten Schwierigkeiten auf:

• Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen
• chronische und psychische Erkrankungen
• Gewalt/Missbrauch
• Verwahrlosungserscheinungen
• Vernachlässigung der Kinder
• Beziehungsstörungen (Eltern/Kind, Partner)
• Kommunikationsstörungen
• Konfliktverleugnung
• fehlende Bewältigungsstrategien zur Konfliktlösung

Derartige Probleme und soziale Benachteiligungen führen nicht selten zu einer gesellschaftlichen Ausgrenzung und Isolation der Familien, unter denen die Kinder ganz besonders zu leiden haben. Den Bedürfnissen ihrer Kinder nach Geborgenheit, Versorgung, Erziehung und Bildung können die Sorgeberechtigten ohne Hilfe nicht gerecht werden. Die Kinder reagieren auf diese belastenden Familienverhältnisse mit folgenden kognitiven, motorischen und emotionalen Symptomen:

• Entwicklungsverzögerung/Regression
• psychische Auffälligkeiten
• häufige Erkrankungen
• Störungen in der Wahrnehmungsfähigkeit
• Störungen in der Kommunikationsfähigkeit
• emotionaler Rückzug
• Aggressivität
• Lernschwierigkeiten
• Schulverweigerung

Im Idealfall reflektieren die Eltern ihre Notsituation und bitten aus Eigeninitiative um Hilfe. Im Regelfall wird die Hilfe von den Jugendämtern angeboten.
Bei der Entscheidung, ob die Familie Unterstützung erhält, stellen Sucht- und/oder Gewaltprobleme, geistige und/oder körperliche Behinderungen, aber auch eine fehlende Motivation für FaRO grundsätzlich keine Ausschlusskriterien dar. Die Familienhelferin wird ihre Arbeit aufnehmen, solange keine Gefahr für ihr Wohl besteht.

Die Bereitschaft der Familie, sich helfen lassen zu wollen, kommt bereits dadurch zum Ausdruck, dass sie der Familienhelferin den Eintritt in ihre Wohnung gewährt. Damit ist eine Mindestanforderung zur Arbeitsaufnahme erfüllt.

Rahmenbedingungen

Gesetzliche Grundlagen

Grundlage für die Arbeit in den Familien ist der § 27 SGB VIII Hilfen zur Erziehung in Verbindung mit § 31 SGB VIII Sozialpädagogische Familienhilfe und der § 36 SGB VIII Hilfeplanung.

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Formeller Ablauf und Weiterentwicklung der Familienhilfe

Im Rahmen der Hilfeplanung gem. § 36 SGB VIII wird mit der fallverantwortlichen Fachkraft des jeweiligen Allgemeinen Sozialen Dienstes die Kooperation festgelegt.

Im Fachgespräch wird in Anwesenheit aller in die Maßnahme involvierten Fachkräfte eine Analyse erstellt, die bedarfsgerecht, zielgenau und sozialraumorientiert ist. Der hieraus resultierende Hilfeumfang kann in Stunden pro Woche, pro Monat oder pro Quartal bestimmt werden.

Im Hilfeplangespräch wird mit der Familie die Bedarfsanalyse erläutert und festgelegt.

Darüber hinaus gewährleistet ein kontinuierlicher Austausch mit den Abteilungen Controlling und Bereichsleitung ASD der zentralen Verwaltung des Jugendamtes der Stadt Duisburg eine Sicherstellung der Arbeitsqualität und die konzeptionellen Weiterentwicklung der Leistungen.

Kinderschutzkonzept

Text folgt....