Begleiteten Umgang

Gründe für einen Begleiteten Umgang

Aufgrund der hohen Trennungs- und Scheidungsraten und der daraus resultierenden Konsequenzen für die Kinder wie Verlustängste, Wut, Schuldgefühle oder Entwicklungsrückschritte, sind in bestimmten Situationen Umgangskontakte zwischen Eltern und deren Kinder in begleiteter Form notwendig oder sogar unumgänglich.

Gründe hierfür können sein, dass:

  • die Eltern aufgrund großer Konflikte miteinander nicht in der Lage sind, sich mit den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder auseinanderzusetzen

  • die Elternteile Vorbehalte haben, die Kinder dem jeweils anderen Elternteil anzuvertrauen,

  • die Kinder in die Paarkonflikte mit hineingezogen werden,

  • durch die Trennung neue Familiensysteme entstehen und diese neuen Verbindungen die Eltern-Kind-Beziehung stören.

In solchen Fällen kommt es oft nur zu unregelmäßigen Besuchskontakten zum jeweils getrennt lebenden Elternteil oder der Kontakt wird gar völlig abgebrochen.

Ziel des Begleiteten Umgangs

Den Kindern und deren Eltern soll durch das Angebot des Begleiteten Umgangs der Raum und die Zeit geboten werden, um in einem geschützten Rahmen besonders den Kindern ein unbeschwertes Miteinander mit einem oder mit beiden Elternteilen zu ermöglichen. Dies bedeutet, dass ein konfliktfreies oder zumindest konfliktarmes Zusammensein für die Zeit des Kontaktes sichergestellt werden muss, so dass dadurch im Idealfall ein Umgang ohne Begleitung in Zukunft möglich ist.